Panketal

An der Panke vor dem nördlichsten Tor Berlins

Es befindet sich im süd/westlichen Teil des Naturparks Barnim und liegt an der Stadtgrenze von Berlin. Die Panke übernimmt in diesem Landstrich die Patenschaft für die Namensgebung. Die Wurzeln des Panketals geht im Wesentlichen auf die Geschichte der Landgemeinden Schwanebeck und Zepernick zurück, wobei letzterer die zentrale Rolle übernahm. Das schon aus dem Namen ins Deutsche übersetzte "Muntere Flüsschen" fand sein Bett in einer eiszeitlichen Rinne, in der Schmelzwasser zur Weichseleiszeit Richtung Nordmeer strömte. Über Jahrtausende plätscherte das Pankeflüsschen munter Niederschlagswasser aus der Barnimhochfläche zur aus dem Spreewald kommenden Spree. Lange Zeit tummelten sich in der Panke Forellen, Hechte und Barsche, an den Ufern fingen Berliner Gören mit Kecher und Glas bewaffnet nach Feuersalamander und Stichlinge. Die zunehmende Besiedelung des Panketals sorgte schließlich für Uferbegradigungen, Kanalisation und leider auch der Verschmutzung.

Den größten Teil des Panketals nimmt Zepernick ein, welches die Kolonie Röntgental zu sich zählt. Dazu gesellen sich das Gut Hobrechtsfelde und das Dorf Schwanebeck mit seiner Kolonie Gehrenberge. Neu Schwanebeck, Alpenberge, Neu Buch und Schwanebeck West sind neuere Siedlungsauswüchse von Schwanebeck. Die Gemeindegebietsreform sorgte im Jahre 2003 für den Zusammenschluss aller Ortsteile zum Landkreis Panketal. Das Panketaler Wappen trägt im Wesentlichen Elemente des alten Zepernicker Wappens. Die auf dem Wappen enthaltende Eiche symbolisiert die frühe Geschichte des Ortes und die damals weit verbreiteten Eichenwälder in der Gegend. Für die alte Funktion als Heerweges nach Bernau steht das rechte Wagenrad eines Fuhrwerks auf dem Wappen. Mit dem linken Wagenrad wird die Stettiner Eisenbahn symbolisiert, die seit Mitte des 19. Jahrhunderts durch das Panketal führt. Durch die Darstellung der Brücke wird auf die Brückenfunktion hingewiesen, die das Panketal zwischen dem mittelalterlichen Bernau und der Stadt Berlin übernimmt. Der Schwan symbolisiert das zweite alte Dorf Schwanebeck, der auf dem Pankewasser schwimmt und somit die Panke auch im neuen Wappen wieder zu finden ist.

Zepernick Aus dem slawischen übersetzt bedeutet die Ortsbezeichnung "Dickicht" bzw. "Dichter Wald" oder "Dickes Gesträuch" (Cepurnik, Ceprnik, Zäpernigk). Der Ortsname wurde vermutlich aus dem Slawischen übernommen. Die dicht bewaldete Gegend mit ihrem Reichtum an Holz und Wild und die fischreiche Flusslandschaft der Panke boten ideale Voraussetzungen für eine Ansiedlung. Nicht nur an der Zepernicker Grenze zu Eichwerder deuten Siedlungsspuren auf ältere Ansiedlungen, wie im Fall von Berlin-Buch hin. In Zepernick selbst waren es bronze-, jungsteinzeitliche und slawische Funde, die auf ältere Ansiedlungen hinwiesen. Mit den Eroberungsfeldzügen der Feudalfürsten im 12. Jahrhundert begann ein erneuter Versuch die Mark mit deutschen Siedlern zu besiedeln. Die noch hier lebenden heidnischen Slawen sollten bei diesem Kreuzzug bekehrt werden, oder mussten bei ihrer Weigerung sterben. So kam es dazu, dass die Feudalherren den Barnim zwar eroberten, dieser aber keine Abgaben brachte, weil das Land entvölkert war. Es mussten also neue Siedler ins Land geholt werden, die zusammen mit einem Dienstmann des Feudalherren eine Ansiedlung gründeten. Der Dienstmann des Herrn hatte nicht nur den Auftrag das Dorf zu gründen, sondern auch neue Dorfbewohner anzuwerben. Für seine Dienste erhielt er im Dorf das Lehnschulzenamt und vier abgabenfreie Hufen. Die geworbenen Bauern, aus den westlichen Gebieten waren meist Zweit- und Drittgeborene, die in ihrer Heimat der Verknechtung drohten. Denn nur der erstgeborene Sohn hatte das Recht den Vater zu beerben.

Die ersten Spuren von Zepernick gehen vermutlich auf die erste Hälfte des 13. Jahrhunderts zurück, etwa um 1230. Wie schon im Berliner Wedding wird auch in Bezug auf Zepernick in einer alten Urkunde aus der Stadt Spandau, wo in einer testamentarischen Verfügung ein Zeuge namens Heinricus de Cepernik genannt wird. Die Zepernicker Kirche geht in ihrer Geschichte auf das 1250 zurück, so wird ihr Alter geschätzt. Überwiegend wurden die Kirchen 30 Jahre nach der Dorfgründung gebaut, wodurch davon ausgegangen werden kann, das Zepernick in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts entstand. In der pfuhl- und grabenreichen Niederung an der Panke wurde Zepernick winkelig angelegt. Nach Rodung des Siedlungsplatzes wurde der Dorfweg angelegt, die vier Lehnshufen, der Kirchplatz und deren Hufen festgelegt. Danach wurde der übrige Teil vermessen und unter den neuen Siedlern verlost. Zu den ersten zwölf Bauern kamen bald auch die ersten Kossätern, die aber nur über Gartenland verfügten und sogenannte Halbbauern waren. Dann noch die Büdner, die in verschiedenen Zweigen tätig waren.

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Zepernick im Jahre 1375, in dem Landbuch Kaiser Karl IV. Es ist vermerkt, das in Czepernik zu dieser Zeit über 52 Hufen verfügte, wovon vier der Pfarre gehörten. Busse Britzig hatte vom Markgrafen das höhere Gericht und den Wagendienst inne. Den größten Anteil am Dorfe Zepernick besaß die Familie Hoppenrade. Benedictus Hoppenrade erhielt 1412 einen Lehnbrief über 24 Stücke Geldes sowie das Kirchlehn, mit den gleichen Rechten, wie sie sein Vater schon im Besitz hatte. 1451 wurden sechs freie Hufen nebst Hof für die Nachfolger der Hoppenrade genannt. Aufgrund ihrer Hofgröße waren sie auch alleinige Besitzer der gutsherrlichen Rechte (Gerichts, Partonats). In der Mitte des 15. Jahrhunderts fanden sich noch weitere bekannte Namen in den alten Akten wieder. Nach einem Lehnsbrief von 1434 erhält ein gewisser Jaspar von Bredow vom Markgrafen Johann Einkünfte aus dem Dorfe Zepernick. Neben der Familie von Hoppenrade hatten gleichzeitig die Familie Diricke Anteile am Gut. 1441 ist vermerkt, dass Hennig Diricke vier Wipfel Roggen und achtundvierzig Schock Groschen verpfändeten. Deren Anteil ging später an derer von Röbell aus dem benachbarten Buch über. Ritter Sigmund Nievorschrack wurde 1460 durch den Kurfürsten Friedrich mit Hebungen (jährliche Zinse, Renten) in Zepernick belehnt. Im Jahr 1466 gab es dann eine einschneidende Veränderung. Benedictus von Hoppenrade verschenkte alle Rechte und Einkünfte, die er in Zepernick hatte dem Berliner Domstift. Das Dorf geht in den Besitz der Kirche und wird Domdorf. Im gleichen Jahr belieh der Kurfürst Friedrich die Gebrüder  Valentin und Martin Wins, Berliner Bürger mit den erkauften Besitzungen des Casper von Bredow zu Heiligensee. 1472 taucht noch der Name Albrecht von  Klitzig auf, er war Sekretär des Kurfürsten und hatte ebenfalls Hebungen an dem Dorf. Die von Röbell erhalten durch eine zusätzlichen Belehnung weitere Teile an Zepernick von dem hoch verschuldeten Pantel Thüme. Johann Georg verfügte, dass der Besitz des Kammersekretärs auf die Röbells zu Buch übertragen wurden "Zu deme haben wir den gedachten Röbeln bewilligt und nachgegeben, daß sie, Ihre menliche leiß Lehenß Erben und Lehenßfolger, mit Ihrer Schäfferey auf dem Buchholzschen, Schönerlindischen und Zeperickischen Feldern die trifft und füetterunge frey und ungehindert haben und gebrauchen sollen und mögen, alles vor Uns Unsern Erben und nachkommen auch menniglich ungehindert". 1480 erloschen die Freihufen für die Familie Hoppenrade aus dem Schoßkataster, da mit Ausnahme die Hufen, welche der Pfarre und Kirche gehörten, alle übrigen wieder schoßbar geworden waren. 1529 verkauft die Witwe von Bredow die Lehngüter aus den Dörfern Bornike und Zepernick an Hans von Arnim für 700 Gulden.

Prinzessin Elisabeth Magdalena, Tochter des Brandenburgischen Kurfürsten Joachim II. und der polnischen Prinzessin Jadwiga Jagiellonka wurde mit der Dominspektion betraut und nahm Einfluss auf die Entwicklung des Dorfes. Auf ihre Führsprache hin wurde 1564 die erste Windmühle des heutigen Panketal gebaut. Sie war stets daran interessiert das Vermächtnis ihres Vaters zu mehren. Joachim II. erteilte dem Hofprediger Joachim Paschen den Auftrag zum Bau der Mühle "... dem Hoffprediger Joachim Paschen ertheilet, zue ZePernic die Windmühlen zu erbauen". Drei Jahre später verkaufte Paschen die Mühle für 450 Taler an den kurfürstlichen Kammersekretär Pantel Thüme weiter, sie blieb erhalten und wird später zusammen mit dreizehn Hüfnern nebst siebenundvierzig Hufen und zehn Kossäten genannt.

Das Domkollegium zu Cölln, als Patronatsherr ließ den Dorfbewohnern mehr Freiheiten als den Bewohnern der benachbarten Dörfer. Diese wurden aber knapp ein Jahrhundert später wieder eingeschränkt. Die 1540 mit dem Landtagsrezeß erfolgte Herausbildung adliger Gutsherrschaften brachte eine zweite Leibeigenschaft und eine wieder zunehmende feudale Unterdrückung. Auch der Umstand, dass die von Röbell nunmehr mehr Rechte an Zepernick besaßen, brachte die Zepernicker zurück an vordomzeitliche Verhältnisse. Die wirtschaftliche, soziale und rechtliche Stellung der Untertanen wurde wieder stark eingeschränkt, so dass der der soziale Unfrieden in den Gemeinden nicht lange auf sich wartete. Ein domgerichtlicher Vergleich aus dem Jahr 1592 zeigt uns einen Einblick aus dem Domdorfe ZePernick:

Nachdem Ihnn unserem Dorffe Zepernick biß anherr und ein Zeitlang viell Irrungen, geZenck und Uneinigkeit Zwischen dem Pfarrherrn, der Gemeinde, und dem Küster Joachim Stolzenhagen sampt dem Schulmeister Blasius Appelman, so man die Kinder daselbst im Dorffe Zu underweisen und leren angenommen, sich begeben und zugetragen: sein solliche irrige sachemn heut dato von einem Erwürdigen Duhm Capitell als Gerichts Herren des gemelten Dorffes gehörett und volgendes endlichen verglichen, vertragen und verabschiedet worden...

... ein frommer, feiner starker ansehnlicher Knabe soll her, der mit guter Lehre, Leben und Exempel fürgehn und gefälligst wohnhaft sein möchte in dem Häuslein auff dem Kirchhofe, da iz auch die Schule ist, und mit Fleiß den Zeiger an der Turmuhr stelle.

Die Lage in der Gemeinde spitzte sich schließlich zum Ende des 16. Jahrhundert zu, die Zepernicker bäumten sich gegen dem Domstift  auf und verweigerten die Lieferung der verpflichteten Genß- und Ferkell-Zehendt. Dies zog sich einige Zeit hin, bis der kurfürst die Zepernicker Bauern nach Berlin zu einem gerichtlichen Termin beorderte. Der angestrebte Prozess wurde vom Dom aber verloren, im Urteil ist zu lesen "... Beklagte sind von Klegern nicht mit Genß- und Ferkell-Zehendt zu belegen, weil in obiger Donation, welchergestalt Benedix Hoppenrade Seligen ao domini 1466 Kleger Vorfahren das Dorff Zepernick und Schönfeldt mitt allen nutzungen und Zubehörungen geschencktt... nichts derentwegen exprimiret, und kein actum possessiorium vermerket, Klegern auch selbst zugestehen müßen, das wieder sie noch ihre Vorfahrenn in perceptione deßelbenn gewesenn.".

Wie die Zepernicker Gemeinde den Dreißigjährigen Krieg erlebte, kann anhand unserer Darstellung in der Karower und Bucher Geschichte abgelesen werden. Überliefert ist, dass im Januar 1635 die kaiserlichen Truppen unter Generalleutnant von Vitzthun und Oberst von Rochow drei Tage in Zepernick logierten. Was sie hinterließen waren ein geplündertes Dorf und abgebrannte Gehöfte, gefolgt von Seuchen, die sozusagen den Rest erledigten. Die zerstörte Kirche wurde in den vierziger Jahren wieder aufgebaut und 1652 mit einer neuen Glocke versehen worden. Es brauchte noch weitere Jahrzehnte, bis die Gehöfte von Zepernick wieder hergestellt wurden. Beim Wiederaufbau kam den Einwohnern der Status als Domdorf gegenüber anderen benachbarten Landgemeinden zugute, schließlich ist nur ein funktionierendes Dorf eine hebungsfähige Einnahmequelle. Zehn Bauern und acht Kossäten sind der Gemeinde Zepernick nach dem Dreißigjährigen Krieg verblieben geblieben.

Während des Krieges übernahm der Bucher Pfarrer Vigelius die Gottesdienste der Gemeinde. Dieser wohnte während des Krieges in Berlin und kam stets zu Fuß nach Buch und Zepernick, um seine Predigten zu halten. Ab 1655 war Hieronymus Otto Pfarrer in der Gemeinde. An die Besetzung der Lehnschulzenstelle dachte man erst einmal nicht nach, war doch der Kirchenvorsteher Martin Dahmes sehr agil im Dorf unterwegs.

... wir arbeiten daran

Bis in das Jahr 1849 blieb das Dorf dem Kollegium Cölln unterstellt. Der schon genannte Eisenbahnbau und Anschluss an das Berliner S - Bahnnetz machte den Berliner Vorort zunehmest attraktiv, so das man sich nachträglich entschloss für die Kolonie Röntgental einen eigenen Bahnhof bauen ließ. Im Stil eines Winkelangerdorfes präsentiert sich der alte Teil des Ortskerns. Um die 1241 erbaute St. Annen Kirche gesellen sich noch heute alte Bauernhofanlagen und kleinere Kossätenhäuser. Am Fuße der Kirche befindet sich noch die alte Schmiede, die als Gasthaus heut genutzt wird.

An den Schröder Schwenkschen Heuwiesen fand man eine geeignete Stelle und für ein Naturbad, wo sogleich ein Imbiss und Umkleidekabinen für die damals noch prüdere Gesellschaft gebaut.

Hobrechtsfelde Das Dorf Hobrechtsfelde ist weites gehend ein märkisches Dorf geblieben. Heute noch spricht man von Hobrechtsfelde über das vergessene Dorf. In seinem Ursprung ist das Dorf in den Grundzügen erhalten geblieben und hat sich kaum verändert. Gegenüber dem größeren Bruder Zepernick weist Hobrechtsfelde hingegen eine äußerst interessante Geschichte vor. Einst Schönower Bauern verkauften die Ländereien "Im Birkbusch" an Berlin, und um die Jahrhundertwende entstanden, trägt der Ort den Namen des Berliner Stadtbaurat Ludolf Hobrecht. Hobrecht machte seinen Namen bekannt als Vordenker bei Kanalisationfragen in großen Ballungszentren, die der Hygiene dienen sollten. Das Kanalsystem sollte so konstruiert sein, das die Abwässer der Stadt an das Randgebiet geleitet werden sollte, wo die Gülle als Düngung der Felder seine Verwendung fand. Nicht nur die Kanäle unterhab der Stadt waren maßgeblich durch Hobrecht geprägt, sondern auch dessen Weiterleitung auf die Rieselfelder am Stadtrand tragen seine Unterschrift. Sein Bruder, der sechs Jahre Berliner Oberbürgermeister war und der bekannte Arzt Rudolf Virchow unterstützten das Vorhaben von Hobrecht und halben bei dessen Umsetzung. Das Dorf sollte die Bewirtschaftung der umliegenden Rieselfelder übernehmen und entwickelte sich in seiner Arbeit als Zentrum für Gemüse- und Getreideanbau. Für die damalige Zeit galt das Gut als modernster seiner Art, Feldloren übernahmen den Transport der Ernten in die nahe liegende Stadt. Der ehemalige Getreidespeicher dominiert das Bild des Dorfes und steht inzwischen unter Denkmalschutz.

Die ausgedehnte Rieselfeldanlage um Hobrechtsfelde wurde in der ersten Zeit wechselseitig mit der Landwirtschaft genutzt. Bis Ende des 19. Jahrhunderts bestand die Gegend um Hobrechtsfelde aus Waldbeständen auf sandigen und nährstoffarmen Böden und feuchteren Niederungsbereichen, die hauptsächlich von Wiesennutzung geprägt waren. Ab 1976 wurde die landwirtschaftliche Nutzung aufgegeben und die Felder nun ausschließlich für die Berieselung genutzt, da die Bodenbelastung, unter Anderem durch Schwermetalle, einen unbedenklichen Ackerbau nicht mehr zuließ. Nach der Stilllegung der Rieselfelder 1986 begannen erste Versuche das Gebiet zu bewalden. Man begann mit der Pflanzung von Pappeln, die die Schadstoffe im Boden aufzunehmen. Von den fast vier Millionen gepflanzten Bäumen überlebten nur die Hälfte weil der Grundwasserspiegel stark sank. Aus dem geplanten Naherholungsgebiet wurde erst einmal nichts. In den 90er Jahren wurde Lehm aus den Berliner Baustellen herangefahren und inden Boden gefräst. Auf diese Weise konnte der Boden stabilisiert und Schadstoffe gebunden werden. Erst mit der Jahrhundertwende zum 21. Jahrhundert kam erneut Bewegung in das Projekt. Schließlich reicht der Naturpark Barnim bis in das Tegeler Fließtal hinein. Ein Vertrag zwischen den Forstwirtschaften und dem Berliner Wasserbetrieb brachte wieder Bewegung in das seinerzeit gescheiterte Projekt. Mit der Inbetriebnahme des ungenutzten Pumpwerkes in Schönerlinde, welches für die Berieselung zuständig war, fließt nun gereinigtes Abwasser zu den Flächen um Hobrechtsfelde. Auf diese Weise entstanden verschiedene Feuchtgebiete und stoppte die zunehmende Versteppung entlang der Pankeniederung. Ein weiterer Effekt dabei ist, dass die neu entstandenen Biotope ebenfalls eine Reinigungsfunktion übernehmen und somit als nachgeschaltete Reinigungstufe fungieren. Sind die ehemaligen Rieselfelder gesättigt fließt das überflüssige Wasser in den Lietzengraben und sorgt für dessen Erhalt. Dieser ist wiederum für die Versorgung des Bucher Bogensees und der Karower Teiche zuständig.

Ein weiterer Teil der Retaunierung ist ein fünfzig Hektar große Waldweide, auf der Hochlandrinder und Konikpferde angesiedelt wurden. Mit der Beweidung soll eine natürliche Landschaftsform entstehen, die ein menschliches Eingreifen nicht mehr erfordert. Mit einer Erweiterung der Waldweide soll durch die Beweidung der "Hobrechtsbusch" entstehen, der aber eine Vegitationszeit von über zweihundert Jahren benötigt. 2009 bekam das Hobrechtsfelder Projekt Unterstützung vom Bund, der mit Fördermitteln das Projekt unterstützen will. Die ehemalige Rieselfeldfläche soll als Naturrefugium und Besuchermagnet ausgebaut werden, eine Ausnahmelandschaft im Naturpark Barnim entstehen. Die halboffenen Waldlandschaften werden beweidet, Moore und Gewässer werden retauniert. Es ist also eine Investition für die Zukunft und wird das Panketal, die Lietzengrabenniederung, die Bogenseekette und die Karower Teiche in seinen natürlichen Formen bereichern.

Schwanebeck Schließlich, das durch den Verkehrsweg von Berlin nach Stettin begünstigte Dörfchen Schwanebeck. An der Ausfallstrasse aus Weißensee kommend liegt der Ort an einem Hauptverkehrsweg. Im alten Ortskern findet man alte Bauernhöfe gereiht an typisch märkischen Häusern. Als "Schwanebecke" 1257 gegründet war es Anfangs im Besitz des Klosters Zehdenick in weiterer Folge in den Besitz der Armins aus Biesenthal und Bürger der nahe liegenden Stadt Berlin. Für den Ortsnamen gibt es zwei Deutungen. Eine davon bezieht sich auf das nahe liegende Fließ Schwanebölke, was übersetzt Ort am Schwanenbach bedeutet. Die im alten Dorfkern dominierende Feldsteinkirche im spätromanischen Stil nebst Kirchfriedhof entstand in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts und dessen Glockenturm wurde im 19. Jahrhundert angefügt. Im Jahre 1480 erhielt die Kirche einen kunsthistorisch bedeutsamen Schnitzaltar. Bei Umbauarbeiten wurde die Kirche zweischiffig und die Schiffe erhielten eine gotische Einwölbung. Durch mehrere Siedlungsgebiete in Richtung Buch und dem Landkreis Bernau verbreiterte sich Schwanebeck großflächig.

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Entlang der Panke - Von der Quelle im Naturpark Barnim durch den Norden Berlin's

Projektbeschreibung

Mit unserem Regionalportal beschäftigen wir uns mit der Entwicklung der Pankeregion. Die Epochen der Zeitgeschichte und die Siedlungsgeschichte an der Panke bilden die Grundlage geschichtlicher Recherchen über die ehemaligen Landgemeinden.

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